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Ausdrucksmöglichkeiten

In der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie ist das miteinander sprechen zwar bedeutsam, aber nicht der einzige Weg, um sich auszudrücken und verstanden zu werden.
Die Kommunikationsmöglichkeiten insbesondere der Kinder sind symbolischer Natur und werden im spielerischen Tun und Gestalten ausgedrückt.
(siehe Spielerische Ausdrucksmöglichkeiten)
Jeder Patient entscheidet selbst über die Gestaltung seiner Stunde. Dieser eigene Spielraum kann am Anfang irritierend sein, weil man vielleicht daran gewöhnt ist, dass andere einem sagen, was zu tun ist. Die Psychotherapeutin hilft dem Kind/Jugendlichen, dass es/er seine Spiel- und Ausdrucksmöglichkeiten entdecken und für sich nutzen kann.


Eine wesentliche Voraussetzung, um sich frei ausdrücken zu können, besteht in der gewachsenen Vertrauensbeziehung zwischen Patient und Therapeutin. Dem Patienten soll es zunehmend möglich werden, seine unterschiedlichen Empfindungen z. B. Ängste, Wünsche, Ärger, Wut, Fantasien u. ä. zum Ausdruck bringen zu können. Obwohl alle Gefühle und Fantasien ausgedrückt werden dürfen und sogar erwünscht sind, bedeutet das nicht, dass diese Gefühle/Fantasien auch gelebt werden können. Hierbei gibt es deutliche Grenzziehungen. So darf ein Kind z. B. gerne seinen Wut und Ärger auf die Therapeutin symbolisch ausdrücken, aber sie deshalb nicht körperlich angreifen. Wenn die Therapeutin Grenzen setzt ist dies ein Abstecken des notwendigen Rahmens. Die Therapeutin übernimmt die Aufgabe, den Patienten in seiner Stundengestaltung „innerlich“ zu begleiten. Sie versucht, durch das Dargestellte, Gespielte und Gesprochene sowie durch die erfahrbare Beziehung zwischen ihr und dem Kind/Jugendlichen die individuelle innere Konfliktlage zu verstehen und im geeignetem Moment symbolisch auszudrücken oder anzusprechen und damit neue Erfahrungen/Erkenntnisse anzuregen bzw. zu ermöglichen.

Spielerische Ausdrucksmöglichkeiten
Spielen ist die natürlichste und ursprünglichste Verhaltensweise des Menschen. Das Spiel ist eine lustbetonte schöpferische Auseinandersetzung mit uns selbst, unseren Mitmenschen und der Umwelt. Spiel hat immer etwas mit Freiheit und Selbstbestimmung zu tun und kann nur in einer vertrauensvollen und freiheitlichen Atmosphäre entstehen.

Das Kind/ der Jugendliche kann beim Spielen keine Fehler machen. Im spielerischen Tun kann die Beziehungsaufnahme und -gestaltung zwischen Therapeut und Patient stattfinden. Das Spielen ermöglicht dem Kind/Jugendlichen die Selbst- und Konfliktdarstellung, und es können Konfliktlösungen entwickelt werden.

Im therapeutischen Spielen dürfen alle Gefühle zum Ausdruck kommen.
Die Therapeutin ist Teil der spielerischen Handlung. Sie nimmt Regieanweisungen an, verschafft dem Kind/Jugendlichem Freiräume, sich spielerisch artikulieren zu können. Beim Spielen können die verschiedensten Gefühle und Fantasien auftreten. Freude, Lust, aber auch Angst, Wut, Rivalität, Neid o.ä finden so ihren Ausdruck und können wahrgenommen und verstanden werden. Im Spiel kann sich das Kind mit seiner inneren Welt und der äußeren Welt auseinandersetzen. Die Therapeutin fördert, unterstützt und begleitet diesen Prozess entsprechend den individuellen Erfordernissen des Kindes/Jugendlichen.
Aus diesem Grund gibt es in dem Therapiezimmer auch unterschiedliches Spielzeug.

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Verschiedene Figuren, Tiere, ein Puppenhaus, eine Ritterburg und allerlei Kram zum Verkleiden. Diese ermöglichen dem Kind, sich symbolisch ausdrücken zu können.

So gibt es z.B. auch Spielzeug, mit dem das Kind/der Jugendliche seine Aggressionen ausdrücken kann. Der Boxsack oder speziell entwickelte Schaumstoffschläger ermöglichen z. B das gefahrlose Ausleben von Wut oder das Erleben der eigenen Kraft. Auch das Zielen auf eine Wurfscheibe, das Schießen mit der Armbrust oder das Spielen mit Pistolen oder Soldaten ermöglicht dem Kind/Jugendlichen eine Auseinandersetzung mit seinen aggressiven Anteilen. Solche Möglichkeiten bedeuten z. B. spielerisch kämpfen zu können, sich verteidigen/schützen zu lernen und sich stark und wirkmächtig zu fühlen. Bei solchen Kampfspielen kann aber auch deutlich werden, dass sich das Kind ansonsten häufig bedroht, wehrlos und ausgeliefert fühlt und somit seine darunter liegenden Ängste zur Sprache kommen, die anschließend verstanden und therapeutisch bearbeitet werden.
Ebenso gibt es im Therapiezimmer sogenannte Gesellschaftsspiele sowie verschiedene Möglichkeiten, mit denen die Kinder/Jugendlichen Wett- und Konkurrenzspiele entwickeln können. Bei dieser Art von Spielen geht es z. B. um das Erleben eigener Fähigkeiten und Kräfte sowie um das Aushalten bestimmter Regeln und Grenzen. Die dazugehörigen Gefühle können dabei wahrgenommen, benannt, lebensgeschichtlich eingeordnet und therapeutisch bearbeitet werden.
Auch das Malen, Zeichnen, sägen, bauen oder modellieren mit Ton, Knete oder Sand geben dem Kind/Jugendlichen die Möglichkeit, seine innere und äußere Welt darzustellen und verstehbar werden zu lassen.



Ebenso können Träume, Geschichten oder Märchen dazu dienen, die innere und äußere Erlebniswelt erlebbar werden zu lassen.
Das Kind/der Jugendliche kann die unter-schiedlichen spielerischen Gestaltungsmöglich-keiten immer so einsetzen, wie es seinem Spiel-/ Darstellungsbedürfnis und seiner Fantasie entspricht. So kann sich die schöpferische Kraft des Kindes/Jugendlichen voll entfalten und die Konfliktbearbeitung wird möglich.